Strategie Teil 1 – Lemmings

Sogenannte Speaker treten breit, was schon längst Quark ist. Horden strategiewütiger Unternehmer rasen in Veranstaltungen, die mehr Umsatz, bessere Geschäfte und begeisterte Mitarbeiter versprechen. Dabei ist selten absolut Neues dabei.

Viele Unternehmer gleichen diesen kleinen grünen Wesen in ihren blauen Anzügen, die wir in den 90er Jahren im PC-Spiel Lemmings (siehe Wikipedia) kennen gelernt haben. Wir erinnern uns: rennen, rennen – an Hindernissen umdrehen oder in die Tiefe stürzen. Der Spieler konnte in die Umgebung der Lemminge eingreifen, um eine möglichst große Anzahl ins Ziel zu bringen.

(C) DMA Design

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Strategie lebt langfristig vom Unternehmer-Geist. Diesen gilt es zu wecken und nicht Ratschläge aus der Dose zu geben. Deshalb muss nach einer eingehenden Analyse ein individuelles workshop-Konzept erarbeitet werden. Überhaupt: Vorträge sind out. Es gilt die Zuhörer zu Mitmachern zu machen. Das sollte auch das Ende der Speaker sein. Workshops sind ergebnisoffener und ringen dem Moderator eine gehörige Portion Flexibilität, Empathiefähigkeit und die Kompetenz Teams zu führen ab. Den Schirm aufgespannt und nicht den anderen hinterher gerannt! Seien Sie mutig genug ausgetretene Pfade zu verlassen. Wecken Sie den Unternehmer in sich, der etwas unternimmt – auch abseits vom mainstream. Lassen Sie sich dabei unterstützen.

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Webinar – umsonst!

KleingeldMüssen Webinare immer kostenlos sein? Nein. Die ganz Schlauen geben 90% Rabatt. Das hört sich besser an als kostenlos. Diese Webinare haben eines gemeinsam: das Webinar ist billig, der Veranstalter ist willig. Doch ganz ehrlich: warum sollte ich ein Webinar wahrnehmen, wenn schon der Veranstalter dem keinen Wert beimisst? Ich kann meine Zeit auch anderweitig verschwenden. Vor allem weiss ich doch, dass nichts kostenlos ist, umsonst schon eher – besonders wenn es um „business“ geht. Und ich weiss, dass diese unverbindlichen Angebote doch nur auf eines abzielen: meine Kontaktdaten, um mir ein Kostenpflichtiges danach anzubieten.

Schade, dass die Potenziale von webinaren, online-Seminaren auf diese Art und Weise so verramscht werden. Und wo sind die Mutigen, die sich trauen, für ihr Know-How Geld zu nehmen? Was meinen Sie dazu?

Fairness – Fremdwort

Das begegnet mir in der Beratung immer wieder: besonders schlaue Zeitgenossen meinen, ich sei nicht dreimal sieben. Sie haben ein Top-Gedächtnis, wenn es um eigene Vorteile geht. Doch wenn es um Verpflichtung und die Einhaltung von Zusagen geht, dann greift eine sonderbare Amnesie um sich. Wer sich dann noch dumm stellt, hat es mit mir besonders gut getroffen.

Alles, was ich oben aufgeführt habe, möchte ich einmal unter dem Fremdwort „Fairness“ zusammenfassen. Was ist das eigentlich?

An anderer Stelle habe ich bereits dargelegt: wenn einer gewinnt, verlieren zwei. Nachhaltig ist eine Geschäftsbeziehung nur, wenn sie auf Gleichrangigkeit beruht. Ich stelle mir selbst immer wieder die Frage: würdest du mit dir selbst Geschäfte machen? Meist würde ich das unbesehen.

Was mache ich mit Lieferanten, Kunden und Partnern, die das Gebot der Fairness nicht einhalten? Vorschläge?.
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Beratung – nicht großspurig, nicht einspurig.

Beratung ‚mal anders. Wie soll das aussehen? Unternehmer sind grundsätzlich Fachleute auf ihrem Gebiet. Es steht keinem Berater zu, seinen Kunden fachlich in Frage zu stellen. Der Berater hat andere Aufgaben. Großspurigkeit ist dabei weder hilfreich noch notwendig.

Die Anforderungen an Beratung sind aber auch vielschichtiger geworden. Es genügt nicht mehr mit einem Thema beim Kunden „aufzulaufen“. Im Rahmen von Projekten treten viele Aufgaben auf. Management, Organisation, Teambildung, Werbung, Marketing. Die Lösung: nicht mit dem „Bauchladen“ antreten, sondern an geeigneten Stellen des Projektes an fachkundige Kollegen verweisen – so gewinne ich als Berater Vertrauen der Kunden in meine Kompetenz. Meine persönliche Lösung: die Arbeit mit Kollegen im Team ;-). Meine Arbeit für und im Beratungsnetzwerk büro-X.org Da treffe ich gute Kollegen. Da bewegen wir gemeinsam etwas.

Tod und Krankheit – wer vertritt Sie?

Besonders Einzelunternehmer trifft es hart, wenn der Chef nicht mehr in der Lage ist das Geschäft zu führen – oder zumindest ihre Angehörigen und Hinterbliebenen. Das Thema „Was ist, wenn der Chef ausfällt?“ gehen die wenigsten proaktiv an. Es ist unangenehm und wird gern weggeschoben.

Es ist nicht das erste Mal, dass mir dieses Thema im Rahmen einer Beratung unter die Hände kommt. Die Reaktionen der Chefs reichen von Abwinken, Bagatellisieren bis „Nach-mir-die-Sintflut“ – keine dieser Reaktionen wird dem Thema gerecht.

Stellen Sie sich vor: Sie sind weg. Was ist mit dem Geschäft – laufenden Aufträgen, abgeschlossenen Aufträgen, Mitarbeitern, Mietverpflichtungen, Verbindlichkeiten, Vollmachten? Es ist unverantwortlich, die Familie mit solchen Themen bewußt zu belasten, während Sie annehmen können, dass diese emotional schon belastet genug sind.

In Zusammenarbeit mit unseren Coaches im Netzwerk bearbeiten wir das Thema im Team mit der notwendigen Empathie. Wenn Sie nachdenklich geworden sind und gern dieses Thema professionell aufgreifen wollen, nehmen Sie Kontakt mit mir auf.
Stefan Bösebeck, mail: sb@buero-X.org
Tel. 0163-7436744

Kennt jemand einen Steuerberater?

Diese Frage ist durchaus ernst gemeint und basiert auf persönlicher Erfahrung – auch auf Erfahrung von Kollegen, Geschäftsfreunden. Als „Berater“ ist der Steuerberater irgendwie mein Kollege. Er unterscheidet sich aber grundlegend von Beraterkollegen, die zum Beispiel Organisations-, Unternehmens- und Marketingberatung anbieten. Ich spreche viel mit Kollegen – dafür ist das Netzwerk auch da – über ihre Dienstleister. „Welchen Rechtsanwalt hast du? Wer kümmert sich bei dir um Versicherung und Finanzen? Sind die gut?“ Beim Thema Steuerberater rollen Augen, ziehen sich Augenbrauen hoch und so mancher genervter Seufzer ertönt, bevor Anekdoten preisgegeben werden. Ohne diese im Einzelnen zu wiederholen: Zufriedenheit geht anders.

Wie in der Feuerzangenbowle frage ich mich: „Was is‘ denn ’ne Steuerberater? Da stellen wir uns einfach einmal ganz dumm. Ein Steuerberater ist ein schwarzer Kasten…“ Ja, und damit beginnt die Geschichte.

Berater. Da lugt das Wort „Rat“ verschmitzt vor. Nun ist der Rat nichts, das man neu erfinden müsste. Was ist also ein Rat? Konrad Dudens Nachfahren im Erklären sehen das so: Rat, der / Wortart: Substantiv, maskulin … Bedeutungen

  1. Empfehlung an jemanden (die man aufgrund eigener Erfahrungen, Kenntnisse oder ähnliches geben kann); Ratschlag
  2. (veraltend) Ausweg aus einer schwierigen Situation, Lösung[smöglichkeit] für ein schwieriges Problem

Warum also weiss der Duden vom Rat geben mehr als mancher Steuerberater? Meine Erfahrungen:

  1. Es wird gebucht, was kommt. Völlig gleich, ob ein Bewirtungsbeleg vollständig ist, ob eine Rechnung korrekt ist. In keinem Schritt der Buchung wird geprüft.
  2. Neuerungen auf dem Finanzmarkt werden ignoriert. Die Handhabung z.B. von elektronischen Rechnungen wird damit vereinfacht, dass auf Papierrechnungen verwiesen wird – von IT-Zeitalter, Informationszeitalter noch nichts gehört.
  3. Service-Wüste Steuerberatung? – Mitnichten. Die Wüste lebt. Der Service bei Steuerberatern: buchen, buchen, buchen. Rechnungen schreiben. Jahresabschluss. Jahresabschlussgespräch. Rechnungen schreiben.

Noch einmal: alles persönliche Erfahrung und die von Kollegen, Geschäftsfreunden und Bekannten (nicht, dass jemand sich noch angegriffen fühlt, weil er meint, er sei die rühmliche Ausnahme: dann herzlichen Glückwunsch, ich freue mich für ihre Kunden).

Zertifikatsmarketing – gut für die Beratung

Im Netzwerk arbeite ich mit Kollegen in einem Team. Bisher kannte ich nur den „klassischen Beratungsansatz“. Management-System einführen, Zertifizierung begleiten, Projekt abschließen. Dabei habe ich langjährige Kunden zum Teil deshalb „verloren“, weil diese nicht mehr den Sinn erfassen. Die Kosten werden nicht durch die Optimierungen oder durch neu hinzugewonnene Kunden aufgefangen.

Seit letztem Jahr gibt es im Netzwerk ein neues Thema. Zertifikatsmarketing. Was ist das? Ein Konzept um mit Zertifikaten Marketing zu betreiben. Die Fragen, die damit beantwortet werden, sind:

  1. Was erreichen Kunden mit Zertifikaten?
  2. Welche Zertifizierer sind die „Richtigen“?
  3. Wie gewinnt unser Kunde neue Kunden?

Dieses Konzept ist deshalb besonders, weil es konsequent vom Kundenbedarf aus argumentiert. Das Netzwerk erarbeitet die einzelnen Schritte und gibt mir als Berater diese als Werkzeuge an die Hand. Permanent wird dieses Konzept erweitern, aktualisiert und optimiert. Und wenn ich Fragen habe, kann ich diese mit meinen Kollegen diskutieren.