Zeit für Veränderung nehmen

Um uns herum verändert sich alles. Besonders deutlich sehen wir das bei der Technik. Meine Kinder kennen keine Zeit ohne Internet. Ich schon. Ein Wähltelefon kennen meine Kinder nur von Fotos. Ich weiß noch, wie die ersten Tastentelefone auf den Markt gekommen sind.

Lebenslinien-R1Auch wenn wir uns sperren, eines ist gewiss: die Veränderung. Jeden Tag aufs Neue gibt sie uns Aufgaben, die jenseits der Routine für Abwechslung sorgen. Sie stellt uns scheinbar unüberwindliche Hindernisse in unseren Weg. Wir stellen fest, dass wir daran gewachsen sind, wenn wir sie beiseite geräumt haben. Wir wünschen uns, dass es immer vorwärts, immer bergauf geht. Immer höher, weiter und schneller. Und das Leben selbst achtet darauf, dass wir uns nicht selbst überholen, in dem es uns „entschleunigt“, langsamer macht, uns ausbremst.

Es ist gut, Veränderungen bewusst als Chance zu begreifen und einen Richtungswechsel einzuschlagen. Es ist schlecht an ewig Gestrigem festzuhalten.

Wege zur Veränderung kann man begleiten. Gehen muss jeder selbst.

Fokussierung

Alles gehorcht dem Gesetz der stetigen Veränderung. So drängen sich immer wieder neue Themen auf. Derzeit ist es das Thema Fokussierung und das überraschenderweise auf unterschiedlichen Ebenen.

Der Tag hat 24 Stunden. Davon 6 Stunden Nachruhe abgezogen und etwas Freizeit bleiben für die Arbeitszeit zwischen 8 und 12 Stunden. Es geht im Beruf genau um diese Zeit. Was liegt da näher als diese Zeit optimal zu verbringen?

Die Kapazitäten, die ich als Person habe, bestehen zu einem großen Teil aus dieser Zeit. Was passiert aber, wenn ich Prioritäten vernachlässige und meine Aufmerksamkeit zu sehr streue?

Ich erreiche nichts – auch wenn ich fleißig arbeite. Es heißt: mit einem lahmen Gaul, der weiß, wo es lang geht, kommt man schon einmal schneller voran als mit einem schnellen Pferd, das ziellos umherirrt.

Deshalb ist Fleiß nicht immer ein Garant für Erfolg. Wenn wir lernen uns auf die Themen zu beschränken, die im Gleichgewicht zu unserem Engagement stehen, dann werden wir zufrieden sein. Wenn  wir dabei das Gesetz der Multiplikation nutzen, setzen wir den Hebel des Erfolgs effektiv an.

Nach den Erfahrungen der zurückliegenden Jahre führt dies zwangsläufig zur Fokussierung. Die Konzentration auf Kunden und Partner, welche Leistung honorieren und engagiert sind.

Aber auch das ist eine Wahrheit: Fleiß schlägt Talent (wie Martin Limbeck einmal gesagt hat).

Portrait-2014-2Antworten auf Fragen der richtigen Fokussierung finden Sie gemeinsam mit mir.

Nehmen Sie gern Kontakt auf unter sb@buero-x.org oder rufen Sie mich direkt an 02192-9189944 oder auch gern direkt mobil unter 0163-7436744.

Dem geschenkten Gaul …

IMG_20140627_mirrorKostenlose Angebote überfluten uns förmlich. Webinare werden meist kostenlos angeboten. E-Books gehören dazu. Und überall sollen wir unsere Spur hinterlassen. Wichtig ist zu wissen, dass diese Angebote nicht kostenlos sind. Die Währungen, mit denen wir bezahlen sind Zeit und Information.

Und jetzt offeriert noch ein Netzwerk einmal im Jahr ein Förderprojekt komplett ohne die Beratung zu berechnen? Geht es da mit rechten Dingen zu? Und was ist der Sinn?

Seit 2011 wird jedes Jahr im Beratungsnetzwerk büro-X.org ein sogenanntes X.Förderprojekt ausgelobt. Seither sind bereits mehrere Unternehmen bei der Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems nach DIN EN ISO 9001 unterstützt worden – kostenlos. Ein Großteil der Projektträger lässt sich danach auch zertifizieren. Das ist aber nicht Bestandteil des Projektes.

Die zweite Frage kann also mit eindeutig JA beantwortet werden. Die Projektträger können belegen, dass die Beratung nicht berechnet worden ist. Kommen wir jetzt direkt zum Sinn der Aktion.

Das Beratungsnetzwerk büro-X.org hat viele Berater, Dienstleister für KMU. Außer social media und dem X.Förderprojekt wird keine weitere Werbung betrieben. Mit dem X.Förderprojekt zeigt büro-X.org auf einmalige Weise, was mit einem starken Netzwerk möglich ist. Die gesamte Aktion wird transparent über verschiedene Kanäle kommuniziert. Das gibt Mehrwert für den Projektträger, dem Beratungsteam vor Ort und für das Netzwerk selbst.

Das Projekt kann verfolgt werden auf twitter, facebook, XING, youtube u.a.

Am einfachsten geht es über das Projekttagebuch unter
blog.buero-x.org/x-foerderprojekt-201415-tagebuch/

Pferde-Weide-free-2

Es sollte deutlich geworden sein, dass der Gaul, den wir mit dieser Aktion aufgesattelt haben, nicht geschenkt ist. Das Förderprojekt wird ausgelobt und verliehen. Damit stellt es auch immer die Würdigung eines ganz besonderen Förderpreisträgers dar.

Im sprichwörtlichen Sinne dürfen Sie dem Projekt jederzeit „ins Maul schauen“. Das soll heißen, dass Sie jederzeit das Projekt prüfen und hinterfragen können. Den einzigen Haken, den Sie finden werden, ist: als Projektträger müssen Sie gemeinsam mit unserem Team Marketing machen. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Oder glauben Sie, dass ein Haken daran ist?

Der Fisch stinkt …

In dem geflügelten Wort wird der Fisch mit einem Unternehmen verglichen. Man sagt, dass er vom Kopf her stinke und meint damit, die Führung eines Unternehmens sei verantwortlich dafür zu machen, wenn es nicht läuft.

Sardinen-R1Gebetsmühlenartig wird dieser Spruch unreflektiert wiederholt. Die Japaner haben da eine ganz besondere Sichtweise. Sie machen in erster Linie das System für Fehler verantwortlich. Der Fisch stinkt, weil der Fisch stinkt. Es ist nicht der Kopf, die Flossen oder sonst ein Teil. Wenn Fehler passieren, dann weil die Organisation Fehler zulässt.

Finden wir Lösungen, vermeiden wir Fehler. In diesem Sinn ist auch die Personalpolitik von Unternehmen nicht zielführend, Mitarbeiter auszutauschen und automatisch davon auszugehen, dass damit auch die Fehlleistungen der betreffenden Stelle mit dem Mitarbeiter gehen.

Leben Sie auch den Spruch „Der Fisch stinkt vom Kopf immer zuerst“?

Mit-dem-Mund-Werker

Vorab entschuldige ich mich bei allen Handwerkern und Bauleitern, die pünktlich, zuverlässig und mit hohem Service-Niveau tätig sind. Allen anderen widme ich die folgenden Gedanken:

Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, wie ein Kunde sich fühlt, wenn er Sie beauftragt hat, viel Geld investiert und dann wochenlang auf einer unbewohnbaren Baustelle leben muss? Die Gesundheit leidet vielleicht, weil Ihr Kunde in feuchten Räumen leben muss. Haben Sie eine Ahnung davon, was es heisst, morgens aufzustehen, sich durch Möbelberge zu quälen, um sich Geschirr aus den Umzugskartons zu ziehen, nur weil Sie Ihre Terminzusage nicht eingehalten haben?

werkzeug-R1Ganz lustig wird es, wenn die „Dame des Hauses“ sich um die Handwerker kümmert, weil ihr Gatte das Geld verdienen muss, dass diese Monat für Monat verschlingen. Der guten Frau wird Kompetenz vorgegaukelt wohl wissend, dass der Pfusch aufgeflogen ist.

Ganz schlimm wird es, wenn Sie in Gruppen auftreten. Horden von „Handwerker-Gilden“, „Meinzelmännchen“ und „Hand-in-Hand-arbeitenden Werkern“ versprechen: „Wir arbeiten im Netzwerk, als Team. Reibungslos zusammen…“.  In den krassen Fällen passiert nur eines: Der Blinde empfiehlt den Lahmen, der Lahme den Tauben, der Taube den Ahnungslosen und so fort.

Wir sind Netzwerker. Unter dem Deckmantel des Netzwerkens verdecken wir aber nicht Inkompetenz und schleppen irgendwelche Halblinge durch, sondern achten ganz genau auf unsere Marke. Diese bildet sich ja aus der Teilleistung jedes einzelnen Teampartners. Qualität ist unser höchstes Gut, weil sich daraus unser Ruf bildet. Alles andere ist sinnlos.

Siegel kann sich jeder selbst malen, ein Logo ist schnell kreiert. Nachhaltig werden nur die Handwerker erfolgreich sein, die Qualität und Zuverlässigkeit zu Kundenzufriedenheit führen. Zum Glück gibt es auch solche und dann gibt es auch noch Bauleiter, die tun, wie sie heißen: sie leiten einen Bau.

Als Handwerker interesse an einem funktionierenden Netzwerk mit professionellem Empfehlungsmarketing? Gern mehr Infos auf Anfrage.

 

In Gefallen steckt Falle

Heute musste ich einmal mehr erfahren wie Empfehlungsmarketing nicht funktioniert. Nicht von der empfehlenden Seite, sondern von der Seite des Empfohlenen.

money-R1Ein Credo meiner Arbeit: Mache Deine Partner erfolgreich und du wirst erfolgreich sein. Der eine oder andere Gefallen ist auch dabei – unentgeltlich. Und darin scheint die Falle zu stecken. Vor einigen Wochen habe ich einem Vertriebler einen Kontakt empfohlen. Dies war einer dieser Gefallen. Nach einem Gespräch mit dem Kunden, wie denn der
Status sei, gab dieser mir zur Antwort, nach anfänglichem Kontakt habe sich dieser Vertriebler nicht mehr gemeldet.

Aus diesem Ereignis zu lernen, fällt nicht schwer. Mein Tipps deshalb:

  1. Gefallen gehören ins Private, geschäftlich verbieten sich Gefallen
  2. eine Empfehlung ist mit Aufwand verbunden, wenn Sie professionell empfehlen und netzwerken, müssen Sie dafür Rechnungen schreiben
  3. Bleiben Sie immer dran und fragen Sie nach, ob die Empfehlung erfolgreich war.

Alles selbst gemacht.

ILeberwurst-Dose-R1ch halte mit meiner Frau an einem Laden an der Landstraße.“Der etwas andere Hofladen“ steht dort. Figuren aus Keramik, Tiere aus Birkenreisig, Figuren aus Metall und dazwischen eine Tafel auf der mit Kreide geschrieben steht: „Frische Eier, Kartoffeln“

Wir gehen mit unserem Hund auf das Hofgelände. Niemand ist da. Schon nach kurzer Zeit betritt der typische Bauer den Hof und begrüsst uns freundlich. Meine Frau, unser Hund und ich betreten mit dem Bauern das Lädchen. In einem Regal stehen Eierkartons, auf einem anderen Regal sehe ich Wurst in Dosen mit der Aufschrift „aus eigener Schlachtung“.

„Bitte geben Sie uns 10 Eier. Ich sehe, Sie haben Wurst aus eigener Schlachtung?“, frage ich. Der Bauer gibt zu:“Nun ja, die Wurst stammt aus dem Hunsrück. Meine Frau kommt von daher.“ Hhmm, ich bin verdutzt. Meine Frau entdeckt ein Glas Marmelade. Apfel und Tomate. „Das hat meine Frau selbst gemacht“, wirft der Bauer noch ein. Wir nehmen ein Glas. Dazu die Eier. „Und die Hühner haben Sie auch hier auf dem Hof?“, frage ich. „Nein, ja wissen Sie so eine Maschine zum Aufdrucken des Haltbarkeitsdatums ist unheimlich teuer. Wir haben einen Betrieb ca. 20 km von hier, von dort aus nehmen wir die Eier mit.“ Mich beschleicht ein Verdacht. Was wenn ich jetzt sehen wollte, wie die Hühner leben. Freilaufend? Bodenhaltung?

So sieht „selbstgemacht“ und aus „eigener Schlachtung“ nicht aus. Vielleicht ist der Mann auch gar nicht verheiratet. Und es könnte auch sein, dass er überhaupt kein Bauer ist. Jedes Mal, wenn ein Interessent den Hof betritt, zieht er sich eine grüne, schmutzige Latzhose an, streift zwei grüne Gummistiefel über und trottet in schluffigem Gang auf die potenziellen Kunden zu.

Was muss Werbung und Marketing sein? Die Grundsätze sind einfach. Klar und wahr. Deshalb bekommen meine Kunden immer das, was ich selbst mit meinem guten Namen unterschreiben kann – individuell und nichts aus der Dose.

Ein Fenster geht auf …

… und bietet einen kleinen Blick auf das Netzwerk wie wir Netzwerken verstehen. Der Artikel auf business-netzwerk.com (hier) Kann natürlich nur einen ersten Eindruck vermitteln. Die Umsetzung ist wesentlich vielschichtiger und aufwändiger.

my-Story-Vertrauen-AnfangBesonders wichtig sind noch einmal folgende Punkte, die uns von anderen Netzwerken unterscheiden:

  1. die Hinwendung zu gemeinsamen, zusätzlichen Umsätzen – außerhalb des Netzwerkes (Umsatzorientierung)
  2. die Berücksichtigung und Pflege einer wirtschaftsethischen Haltung und
  3. die Entwicklung zu regionalen Strukturen (größere Kundennähe)

Deshalb geht mit dem Artikel auf business-netzwerk.com ein Fenster auf und damit den Blick frei auf die Lösungen, die wir für unsere Kunden getestet und entwickelt haben.

Die Thesen aus dem oben genannten Artikel:

  1. Empfehlen basiert auf Vertrauen
  2. Empfehlungsmarketing gehört zum Netzwerken
  3. Im Zentrum steht immer der Kundennutzen
  4. Mut zu teilen und den relevanten Markt vergrößern, führt zu mehr Erfolg.

Interessieren Sie sich für einen professionellen Netzwerkaufbau und wollen auch Sie davon profitieren empfohlen zu werden?

 

 

ISO 9001:2015 – die nächste Änderung kommt bestimmt

Die DIN EN ISO 9001 wird überarbeitet. Der aktuelle Stand 2008 unterschied sich von dem aus 2001 in nur wenigen Punkten. Die Veröffentlichung soll laut ISO-Arbeitsgruppe im letzten Quartal 2014 erfolgen.

Neuer Wein in alten Schläuchen?

weinprobe-online-02Welche Anforderungen die ISO 9001:2015 enthalten wird, ist schon „durchgesickert“. Es soll weitreichende strukturelle Veränderungen geben.

Seit 2012 müssen alle technischen Komitees bei der Entwicklung für Managementsystem-Normen dieselbe Struktur, Begriffe und Definitionen verwenden. Auch in der „neuen“ 9001 wird dieses Format umgesetzt.

Zehn.

  1. Anwendungsbereich
  2. Normative Verweisungen: Beide Abschnitte enthalten normspezifische Formulierungen; definieren Ziele.
  3. Begriffe und Definitionen: die wichtigsten der Anlage SL sowie für das Qualitätsmanagement-System (QMS)
  4. Umfeld der Organisation: Anforderungen zum Verständnis der Organisation, die das QMS umsetzt, Erwartungen der interessierten Kreise und den Anwendungsbereich des QMS.
  5. Leitung: Verpflichtung der obersten Leitung, die Leitlinien des QMS sowie organisationsinterne Funktionen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse.
  6. Planung: Maßnahmen zum Umgang mit Risiken und Chancen, Ziele des QMS und Planungen, diese umzusetzen
  7. Unterstützung: Die notwendigen Ressourcen für das QMS, Kompetenz und Bewusstsein der Mitarbeiter, Kommunikation und dokumentierte Information
  8. Betrieb: Betriebliche Planung und Lenkung
  9. Leistungsbewertung: Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung, internes Audit und Überprüfung durch die Leitungsebenen
  10. Verbesserung: Nichtkonformität, Korrekturmaßnahmen und ständige Verbesserung

Der Text ist nach der Anlage SL verbindlich und enthält einige Änderungen von Formulierungen. So ersetzt z. B. der Begriff „dokumentierte Information“ die bisherigen „Dokumentation“ und „Unterlagen“. Darüber hinaus gibt es keine besonderen Anforderungen an „vorbeugende Maßnahmen“. Die Norm stellt zwar klar, dass eines der Hauptziele jedes Managementsystems darin besteht, der Nichtkonformität vorzubeugen. Dennoch können „vorbeugende Maßnahmen“ auch in der endgültigen Version der ISO 9001:2015 noch enthalten sein.

Die Anlage SL schreibt vor, dass Organisationen ihre Risiken bestimmen müssen. Dies soll sicherstellen, dass ihr Managementsystem seine Ziele erreichen, unerwünschte Wirkungen verhindern oder verringern und die Prozesse ständig verbessern kann. Jede Norm für Managementsysteme kann ihre spezifischen Risiken definieren. Daher ist es durchaus möglich, dass auch die ISO 9001 Regeln bspw. zur Konformität von Produkten, Dienstleistungen oder zur Kundenzufriedenheit definiert.

Stand der Dinge

Mit heutigem Stand kann man mit Sicherheit voraussagen, welche zusätzlichen Inhalte die ISO 9001:2015 enthalten wird – inwieweit sich dies auf die vorhandenen Systeme auswirkt bleibt abzuwarten. Reine Spekulation. Ende 2014 (dem dem Schlussentwurf) werden voraussichtlich die Planungen für Prozess-/Verfahrensänderungen oder Übergangsregelungen für die Zertifizierung feststehen.

Keine Panik

Die ersten Stimmen werden laut. „Kollegen“ nehmen den Ball auf und die Neurevisionierung zum Anlass, um ihre Beratungsleistung zu platzieren. Aus eigener Erfahrung möchte ich den Tipp geben: halten Sie sich an Ihre Beraterin oder Berater und stellen Sie gemeinsam mit ihnen ein Konzept zur Anpassung auf, schnelle Entscheidungen kosten unnötig und sind nicht effektiv.

Angst vor der Wahrheit

IMG_20140720_191332Der Autoverkäufer sagt nach dem erfolgreichen Abschluss: „Unser Call-Center wird Sie anrufen. Und wenn Sie gefragt werden, dann geben Sie bitte bei jeder Frage „sehr begeistert“ an, weil „sehr gut“ nicht die Höchstnote ist.“ Der Kunde ist irritiert. Sollte eine Zufriedenheitsbefragung nicht echte Ergebnisse bringen? Wo liegt der Nutzen für das Unternehmen, wenn der Kunde so „gebrieft“ befragt wird?

Solche Mitarbeiter schaden dem Unternehmen. Die Umfrageergebnisse stimmen nicht mit der tatsächlichen Zufriedenheit überein. Wichtige Impulse bleiben so auf der Strecke, kontinuierliche Verbesserung nicht möglich.

Aber wir kommt der Mitarbeiter auf so etwas? Es geht im Grunde um das Klima der Bewertungskultur. Bewertung wird hier nicht zum Aufdecken von Potenzialen begriffen, sondern als Risiko. Nämlich als Risiko schlechter abzuschneiden als andere Autohändler im Verbund. Es handelt sich also um eine arbeitsplatzsichernde Maßnahme

Die Frage nach Sinn und Unsinn von solchen Befragungen stellt sich nicht.

Es ist vielmehr so, dass das betreffende Unternehmen (übrigens ein großer deutscher Automobilhersteller) darüber nachdenken muss, wie offen die Fehlerkultur ist.

Ich unterstütze Unternehmen bei der Entwicklung einer konstruktiven Bewertungskultur. Bewertung heisst nicht „abstrafen“.

Einfache Lösungen zur Ermittlung der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit? Nehmen Sie gern direkt Kontakt mit mir auf.

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