Was hat „Wein auf Probe“ mit Videokommunikation zu tun?

Oder: mit 1000 Umdrehungen in die Weinprobe.

Zeit ist knapp.
Deshalb erreichte mich der dritte Versuch  wieder einmal zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Bereits im Juni 2013 wurde ich eingeladen und habe abgesagt. Die Mitarbeiterin der Marketingfirma vertröstet. „Sie dürfen sich gern in drei Monaten noch einmal melden.“ Das tat sie nicht. Dafür ihr Kollege: „Wir planen wieder eine online-Weinprobe.“ – und pünktlich nach drei Monaten. Im Herbst stand die Entwicklung unserer Plattform für blended learning – AKADEMIE X. – auf dem Plan. Also: „Sehr geehrter Herr Christiansen, es tut mir leid, aber ich muss Ihnen für dieses Mal wieder absagen.“ Das war nett gemeint. „Bitte berücksichtigen Sie mich gern beim nächsten Mal wieder.“

Warum ich mich so hartnäckig an dem Gedanken hielt, dass ich wieder angesprochen werden möchte? Die Firma und vor allem das Produkt, das wir von der Firma nutzen, für die hier Marketing betrieben wird, ist top und hat die Dynamik in unserem Netzwerk „befeuert“. Und dass wir das richtige Produkt nutzen, sollte sich einen Tag vor dem Valentinstag 2014 noch herausstellen.

Erneute Einladung per Mail:

„Vielleicht haben Sie ja bereits etwas Besonderes mit einem wichtigen Menschen geplant? Oder Sie suchen noch nach einem passenden Einfall? Wie auch immer – machen Sie ihn mit dem passenden Geschmackserlebnis perfekt und nehmen Sie an unserem spannenden Experiment teil:

Eine interaktive Online-Weinprobe“

Was sollte der Sinn sein?
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Es sollte der Beweis angetreten werden, dass mit der Online-Meeting-Lösung GoToMeeting Entfernungen keine Rolle spielen – egal, ob es um die Zusammenarbeit über räumliche Entfernungen geht oder um Präsentationen vor verteiltem Publikum.

Jetzt war ich neugierig und nahm mir einfach die Zeit.

Herr Oliver Kentschke ist Communications Manager DACH, Citrix SaaS Division. Was von dieser Bezeichnung bei mir hängenbleibt: er ist Marketingfachmann. Nun ist es so, dass ich Verkäufer mag. Ich weiß um die Anforderungen im Verkauf und mag innovative Ansätze. Diese Idee, die mir am Telefon kurz in einem Satz umrissen wurde, war einfach zu gut: Weintrinken, aber online. Trotz meines begrenzten Zeitbudgets sagte ich zu. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, worauf ich mich eingelassen hatte.

Eine nette junge  Dame rief mich an und glich die Anschrift mit mir ab. „Wir schicken Ihnen die Weine in den nächsten Tagen zu.“ Ich plaudere noch ein wenig mit ihr und bin gespannt. Tatsächlich. Ein unscheinbarer Karton – ich wusste aber, was darin war – dachte ich zumindest. Als erstes fiel mir nach dem Öffnen ein Umschlag in die Hände. Drei Flaschen Wein, deren Namen für mich in Ermangelung von Französischkenntnissen nicht aussprechbar waren und noch etwas (das verrate ich hier nicht, soll ja auch eine Überraschung für diejenigen sein, die es noch vor sich haben).

Und es kam wie es kommen musste.
Ein Termin jagte von morgens bis abends den nächsten. Kleine Stürme im Wasserglas, mittelschwere Orkanböen im Terminkalender. Aber eines stand für mich: der Termin der online-Weinprobe um 19:00 Uhr.

Um 18:30 Uhr bin ich zuhause eingetroffen. Die Weine hatte ich bereits einen Tag zuvor gekühlt. Es konnte losgehen. Ich war nicht allein. Meine Frau Tanja setzte sich neben mich, vor uns zwei Weingläser und drei Flaschen Wein. Das Meeting fing an. Herr Kentschke begrüßte uns herzlich und stelle uns den Somelier für den Abend vor.

Guntram Fahrner. Der erste Wein – ein Schaumwein. Während wir Informationen zur Herstellung und dem Hintergrund der Entstehung bekamen, öffneten wir die Flasche und fingen an mit der „Weinprobe“ – wir drehten das Aromarad und versuchten gemeinsam dem Wein auf den Grund zu kommen. Was ist es für ein Wein? Positiv, fruchtig und wenn fruchtig: in welche Beerenrichtung? Spätestens nach dem dritten Wein drehten sich die Begriffe nicht nur aufgrund der geschmacklichen Vielfalt in meinem Kopf. Der abschließende Wein ist einfach der Hammer! Herr Fahrner, wenn Sie mir diese schnöde Ausdrucksweise entschuldigen (Ich erinnere mich daran, dass Sie gesagt haben: „Sie dürfen grundsätzlich alles sagen, Hauptsache es ist nachvollziehbar und man verwechselt den Geschmack von fruchtigen Beeren nicht mit dem einer Banane.“)

weinprobe-online-01Ein Banyuls. 16,5 Vol. %. Dass man das Glas nicht wie bei den übrigen Weinen füllt, war ein Hinweis, der zumindest für meine Frau und mich etwas zu spät kam. Sie waren genauso voll wie die Gläser davor. Eine kleine Insider-Anekdote: heute den Valentinstag werden wir diesen Wein noch einmal mit Schokoladigem geniessen (der Hinweis auf dem Bild neben diesem Text …).

Es war ein Erlebnis und das Experiment ist gelungen. Mehr noch. Eigentlich wollten wir an der Weinprobe in unserem Büro teilnehmen. Die Leitungsqualität ist an unserem Wohnort einfach zu schlecht. Unser Anbieter schafft gerade einmal eine 1000er-Leitung. Deshalb ist es mit Videokonferenzen immer etwas problematisch.

Wir hatten im letzten Jahr das Videokonferenzsystem GoToMeeting von Citrix nach mehreren Startversuchen mit Konkurrenzprodukten ausgewählt, weil es anscheinend sehr gut mit schmalen Bandbreiten auskommt. Wir hatten diese Produkte mit meiner „Haus- und Heimleitung 1000“ getestet, denn wer damit auskommt, kommt mit jeder Leitung zurecht.

Und: auch die online-Weinprobe mit Übertragung der Videobilder von allen Teilnehmern und der Präsentation konnte ohne nennenswerte Störungen abgehalten werden – eben mit 1000 Umdrehungen durch die Weinprobe.

Das ist für uns als Netzwerk das eigentliche Ergebnis. Für mich persönlich war es natürlich ein besonderes Event gemeinsam mit meiner Frau in unserem gemütlichen Heim einer Weinprobe folgen zu dürfen. Fachkundig geführt, in lockerer und angenehmer Atmosphäre. Allein der Wein war „trocken“, die Stimmung gut. Und der Stress, der Zeitdruck vom gesamten Tag löste sich irgendwie in netter Runde auf.

Herzlichen Dank, Herr Oliver Kentschke, für die Einladung zu dem Experiment. Danke meiner Frau Tanja für die tatkräftige Unterstützung und die wunderbare gemeinsame Zeit.

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Haben Sie Fragen zum Thema? Gern.

 

– Keine Werbung –
Eine persönliche Empfehlung als kleines Dankeschön für den netten Abend:

Link zur Seite von Guntram Fahrner

Unser Testbericht vom Mai 2013 zu GoToMeeting

 

 

 

 

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