Was ist Qualitätsmanagement?

Erdbeeren-R1Ich habe einer Klasse von Industriemeistern für Getränke- und Fruchtsafttechnik dabei geholfen, einen fundierten und möglichst praxisnahen Einblick in die „Geheimnisse des Qualitätsmanagements“ zu bekommen. Mein persönliches Fazit nach etwas mehr als der Hälfte der Unterrichtszeit: beide Seiten können in einer solchen Umgebung lernen – Teilnehmer und Dozent.

Neben der Präsenzveranstaltung in Neuwied nutze ich gern die blended learning-Angebote unseres Netzwerkes – hier vor allem der AKADEMIE X. – damit ich die Inhalte auch noch im Nachgang vertiefen kann. Da bot sich die Fragestellung, was Qualitätsmanagement sei, als e-Learning-Frage an.

Hier erst einmal ein paar Stimmen aus den Teilnehmerreihen (aus Datenschutzgründen anonymisiert):

Felix K. schrieb dazu: „Beim QM werden organisatorischen Maßnahmen, die der Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und damit den Produkten dienen angewendet bzw optimiert. Dies betrifft alle Bereiche des Unternehmens und alle Mitarbeiter. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die ISO 9000.“

Christoph M. meinte, dass „Qualitätsmanagement […] die Optimierung der Qualität von Produkten und Dienstleistungen eines Unternehmens in allen Funktionsbereichen und auf allen Ebenen durch Mitwirkung aller Mitarbeiter.“ [sei].

„Qualitätsmanagement ist bewusster Umgang mit Qualität oder Aufeinander abegestimmte Tätigkeit zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität. Qualitätsmanagement ist Teil der Unternehmensphilosohie und spiegelt sich im Leitbild des Unternemens wider. In seinem Mittelpunkt steht ein konkretes Führungskonzept, welches das Handeln der Mitarbeiter konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichtet“, gab Paul F. an.

Für Alexander B. bezeichnet „Qualitätsmanagement (QM) […] alle organisatorischen Maßnahmen, die der Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und damit den Produkten jeglicher Art dienen.“

Für Stefan V. ist kurz und bündig „Qualitaetsmanagement […] praktizierter gesunder Menschenverstand und wird in vielen Unternehmen gelebt- wenn auch nicht dokumentiert.“

Soweit einige Stimmen der Teilnehmer. Gut gefallen haben mir Kunden- und Mitarbeiterorientierung – vor allem die Mitarbeiterorientierung setzt sich meiner Erfahrung nach immer mehr bei erfolgreichen Unternehmen durch, die ein QM-System führen.

Ich selbst führe seit fast 10 Jahren Managementsysteme ein – darunter natürlich auch den Klassiker DIN EN ISO 9001. Die Theorie sieht in vielen Fällen anders aus als die Praxis. Qualitätsmanagement ist – sehr einfach ausgedrückt – nicht wie in der Feuerzangenbowle eine Dampfmaschine erklärt wird.

Aus dem Originaltext von Heinrich Spoerl:

„Wo simmer denn dran? Aha, heute krieje mer de Dampfmaschin. Also, wat is en Dampfmaschin? Da stelle mehr uns janz dumm. Und da sage mer so: En Dampfmaschin, dat is ene jroße schwarze Raum, der hat hinten un vorn e Loch. Dat eine Loch, dat is de Feuerung. Und dat andere Loch, dat krieje mer später.“ Hans Pfeiffer konnte es nicht begreifen, daß die Klasse nicht losbrüllte. Auch daran war man offenbar gewöhnt. Der Physiker aber fuhr fort: „Und wenn die jroße schwarze Ruam Räder hat, dann es et en Lokomotiv. Vielleicht aber auch ein Lokomobil.“… Inzwischen wurden die Einzelheiten der Dampfmaschine erklärt. „Wat is e Ventil? Da stelle mer uns wieder janz dumm. E Ventil is, wo wat erein jeht, aber sein Lebjottstag nix erauskömmt.“

Wir wissen sehr wohl, „was in dem großen schwaren Raum passiert“ und sollten wissen, wie wir die Maschine im Inneren warten, reparieren und pflegen können. Qualitätsmanagement ist eine Einstellung. Hauptsache, es geht dabei nicht zu wie bei einem Ventil, „wo wat erein jeht, aber sein Lebjottstag nix erauskömmt.“

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