Nett ist zuwenig


Employer Branding ist der Begriff für Arbeitgebermarke. Was ist damit gemeint? Darüber gibt es Bücher. Sehr viele sogar. Es scheint einen Bedarf zu geben, Menschen erklären zu müssen, was es bedeutet, für Mitarbeiter attraktiv zu sein. Das will ich an dieser Stelle nicht breit treten.

An der folgenden Geschichte wird deutlich, was „Arbeitgebermarke“ in Wirklichkeit bedeutet. Die schlechte Nachricht: nicht jeder kann es. Die gute: aber jeder kann es lernen.

Derzeitig ist ganz Deutschland im WM-Fieber. Die Nationalmannschaft hat es bis ins Finale geschafft. Artikel, Berichte im Fernsehen darüber, was Arbeitnehmer dürfen und welche Folgen das hat, gibt es auch zuhauf. Zu spät kommen? Nein. Müde zur Arbeit kommen? Ja. Während der Arbeitszeit Spiele im Fernsehen schauen? Nein, zumindest, wenn der Chef es nicht erlaubt.

Es geht auch anders

Werner Deck schrieb auf facebook:

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Daneben ergänzte er die Nachricht, die er zuvor an seine Mitarbeiter geschickt hatte:

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An dieser Stelle könnte der Artikel bereits mit den Worten schließen: So geht Arbeitgebermarke. Ich möchte aber noch etwas hinzufügen, weil ich es als etwas ganz Besonderes empfinde.

Aus Sicht der Mitarbeiter

Anerkennung. Absolute Empathie. Der Chef hat sich in die Erlebniswelt der Mitarbeiter hineingedacht und ist einen Schritt auf diese Erlebniswelt zugegangen. Sie erfahren große Wertschätzung und müssen nicht müde zur Arbeit kommen. Ein wahnsinniger Motivationsschub.

Aus Sicht des Chefs

Werner Deck wird selbst das Spiel genießen. Es wird ganz deutlich: hier ist es keine Kopfgeburt, sondern eine Herzensangelegenheit. Das wirkt. Und vor allem: das wirkt tiefer und besser, als wenn irgendein Berater zu Herrn Deck gesagt hätte: „Machen ’s mal was Nettes. Nett kommt immer gut – vor allem ist das gut für Ihre Arbeitgebermarke.“ Es ist absolut authentisch. Und hier noch einmal der Hinweis zu der schlechten Nachricht zu Anfang: nicht jeder kann das. Aber mit einer besonderen Einstellung – und die können Führungskräfte entwickeln – zu ihren Mitarbeitern, zum Arbeitsbegriff und zum Leben an sich, ist dies für jeden möglich.

Aus Sicht der Kunden

Einige Kunden werden warten müssen. Einige Kunden werden froh sein, dass das fleißige Team von Werner Deck nicht so früh auf der Matte steht. Ich kenne Herrn Werner Deck nicht persönlich. Er zählt aber seit längerem zu meinen facebook-Kontakten und ich lese viel von ihm. Ich lehne mich einmal aus dem Fenster: Werner Deck hat die Kunden, die ihn verdienen und umgekehrt. Das sind Kunden, die ihn als Person schätzen, die seine Firma als Dienstleister schätzen. 

Aus Sicht der Firma

Ich will die Firma selbst nicht vergessen. Eine Firma ist kein Gebäude, kein leeres Ding. Es ist bestenfalls so etwas wie ein Organismus. Und wie ein Organismus kann mehr oder weniger Leben darin stecken, kann sie gesund sein oder krank. Es sind immer die Menschen, die eine Firma ausmachen. 

Fazit:

Nett reicht nicht für eine authentische Arbeitgebermarke.

Danke

Einen herzlichen Dank an Werner Deck, dass ich seinen persönlichen Post verwenden durfte. Gern empfehle ich

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