Im Büro steht ein Pferd


Pferd-R1Seit Jahren befasse ich mich mit Mitarbeiterführung, mit Leadership. Im Rahmen von Management-Beratungen. Ich bin auch eher ein „bodenständiger Typ“, obwohl ich seit über 25 Jahren mich mit fernöstlicher Bewegungskunst (Taichi und Qigong) befasse und dies unterrichte.

Pferdekopf-R1Und jetzt „Horse Assisted Coaching“? Ja, genau: auf deutsch übersetzt könnte man sagen: Pferde-unterstütztes Coaching. Ach, ja. Meine anfängliche Skepsis, ein inneres Belächeln hat sich schnell verflüchtigt, nachdem ich die Trainerin und Coach Evelyne Hett kennengelernt habe. Eine Frau, die so gar nicht zu Räucherstäbchen und Klangschalen passt. Ich war also gespannt, als ich mich zum kostenlosen Probetraining auf Gut Langfort angemeldet hatte.
Wir wurden freundlich empfangen. „Sie möchten bestimmt zum „Horse Assisted Coaching“ von Frau Hett“, fragte uns eine junge Reiterin. Sie geleitete uns zu einem Longier-Paddock. Frau Hett und zwei andere Teilnehmerinnen waren schon da.

Im Paddock das Pferd. Groß. Es stand an der einen Seite und wartete wohl auf ein Zuckerstück als Belohnung (Wofür eigentlich?).

Pferdspot-R1 from Stefan Bösebeck on Vimeo.

(an dieser Stelle gibt es kein Video vom Training. Es ist immer ein ganz persönliches und individuelles Erlebnis. Die Menschen, die teilnehmen erhalten einen ganz besonderen Blick auf das Thema Mitarbeiterführung)

Nachdem die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingetroffen waren, ging es los. Plötzlich Glockenschlag. Das Pferd macht das, worauf es richtig Lust hat: es rennt kreuz und quer durch den Paddock. Es wird mir bewusst: wie wild und stark, voller Dynamik dieses Tier ist. Und das soll mir im Paddock folgen?

Trainerin und Coach, Evelyne Hett

Trainerin und Coach, Evelyne Hett

Der erste Teilnehmer wird von Frau Hett eingeladen. Er ist Berater für Qualitätsmanagement, Unternehmensberater. Gerd H. nimmt den Zügel und geht zielstrebig los (insgeheim klopfe ich ihm still auf die Schulter, bin beeindruckt). Frau Hett erklärt:“Das ist ihr Mitarbeiter. Er folgt ihnen.“ Plötzlich bleibt das Pferd stehen. Einfach so. Gerd H. dreht sich um, schaut das Tier an und zieht am Zügel. Nichts. Nicht einen Millimeter bewegt es sich. „Ihr Mitarbeiter möchte nicht mit Ihnen gehen“, wirft Frau Hett ein. „Was machen Sie jetzt?“. Gerd H.: „Ich ziehe ihn mit.“ Doch jeder derartige Versuch scheitert. Frau Hett nimmt eine gebeugte Haltung ein. Sie stapft durch den Sand und spricht: „Lieber Mitarbeiter, folge mir.“ Es sieht komisch aus, aber wir wissen sofort, was gemeint ist. Gerd H. auch: „Ich gehe gebückt. Unsicherheit drückt sich dadurch aus.“

Allein als Zuschauer begreife ich schon jetzt: Horse Assisted Coaching ist eine ernst zu nehmende Form des Coachings. Vor allem, wenn es gelingt, den Bogen ins Business zu schlagen.

Nach der Veranstaltung unterhalte ich mich noch mit Frau Hett (demnächst erscheint hierzu ein Interview). „Frau Hett, ganz toll, wie Sie immer wieder das Pferd und die Situation in die Business-Welt transferieren“, stelle ich fest. „Wissen Sie, Herr Bösebeck, darum geht es doch. Wir sind hier nicht auf dem Ponyhof – weder real noch im übertragenen Sinn. Ich hole die Unternehmer, Berater, Unternehmensberater und Mitarbeiter dort ab, wo sie sich im Geschäftsalltag bewegen.“ Sie lacht. „Und das hat nichts mit Räucherstäbchen zu tun. Ich bin stark mit dem Qualitätsmanagement verbunden und so nehme ich den Ansatz aus der 9001 und integriere ihn in das Coaching-Konzept“, fasst sie zusammen. Klasse, denke ich und freue mich, das Thema Horse Assisted Coaching weiterhin zu begleiten.

Als kleines Dankeschön für das kostenlose Probetraining empfehle ich gern die Kontor-Gruppe, Frau Evelyne Hett, und weise auf die Veranstaltungen hin. Wenn Sie die Gelegenheit haben, nehmen Sie sich die Zeit für sich und ihre Mitarbeiter.

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