Flow – alles im Fluß?


Wir erleben diese Versunkenheit oft beim Sport, beim Hobby, bei handwerklichen Tätigkeiten – selten im Management. Der sogenannte Flow. Kinder erleben ihn beim Spiel. Eine Mischung aus Tagträumerei und absoluter Wachheit. Ein Zustand, der dem Glück sehr nahe kommt, weil er sehr intensiv im Hier und Jetzt erlebt wird. Es ist immer auch etwas, dem wir uns bedingungslos hingeben können, das unser Innerstes widerspiegelt. Im Spannungsfeld von Anforderung und Fähigkeiten optimal aufgespannt – weder unter- noch überfordert zu sein.

Mihaly Csikszentmihalyi (Professor der Psychologie, ungarischer Abstammung, Universität von Chicago) beschrieb das Flow-Erlebnis 1975. Merkmale des Flows sind zum Beispiel Aufhebung des Zeitempfindens. Mihaly Csikszentmihalyi definiert sieben Faktoren:

  1. Die Aktivität hat deutliche Ziele.[4]
  2. Wir sind fähig, uns auf unser Tun zu konzentrieren.[4]
  3. Anforderung und Fähigkeit stehen im ausgewogenen Verhältnis, so dass keine Langeweile oder Überforderung entsteht.[5]
  4. Wir haben das Gefühl von Kontrolle über unsere Aktivität.[6]
  5. Mühelosigkeit – unsere Sorgen um uns selbst verschwinden.
  6. Unser Gefühl für Zeitabläufe ist verändert.
  7. Handlung und Bewusstsein verschmelzen.[7]

Wann haben Sie das letzte Mal ein solches Erlebnis gehabt?

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Quellen:
[4] – Adreas Burzik: Üben im Flow. In: Ulrich Mahlert (Hrsg.): Handbuch Üben. S. 266.
[5] – „Mit Leib und Seele“ üben – Das Geheimnis der Meister – eine ganzheitliche, körperorientierte Übemethode – Andreas Burzik in „Das Orchester“ Ausgabe 11/2003, S. 14[6] – Das Flow-Erlebnis – Jenseits von Angst und Langeweile: im Tun aufgehen – 1993 – Mihaly Csikszentmihalyi, S. 69