Der Kunde ist der Dumme.


Ein interessantes Statement zum Thema Markenpflege hat Thomas Koch im Blog „Mr Media“ formuliert. Fazit: „Wenn ihr weiterhin Eure Marken verramscht, wird Euch der Kunde den Hahn zudrehen!“ Und sein Appell: seid mutiger, setzt Euch für Eure Marken ein. Der Kunde selbst sorgt dafür, dass er zukünftig nur noch Schrott bekommt. Wer billig kauft, kauft zweimal – und damit letzten Endes teurer. Aber es gilt: Wir sparen… koste es, was es wolle! Geiz ist nicht geil, sondern nur dumm.
Als Kunde bekommen wir genau das, was wir bezahlen: Pommes Curry-Wurst bezahlen und Gourmet-artig essen? Geht nicht. Verzicht geht nicht, Sparen und Warten passt nicht in unsere schnelllebige Zeit – Banken und Kreditinstitute sind gern behifllich. Bei alledem reden Unternehmen dem Kunden nach dem Sinn. Statt echte Lösungen zu bieten, gehen Unternehmen den einfachen, schnellen Weg – Globalisierung macht Billigproduktion in Dritte-Welt-Ländern möglich. Trotz langer Transportwege lohnt sich dank Masse dieses „Geschäftsmodell“. In Bangladesh fallen die Fabriken um und hier werden T-Shirts für 2,- EUR verhökert. Qualität war einmal. Stattdessen quälen wir uns lieber mit elektrischen Geräten herum, die scheinbar direkt nach der Garantiezeit ihren Dienst verweigern. Die Wahrheit kennen wir: auf Qualität achten und die Kundenmacht nutzen. Einfacher ist: billig kaufen und Jammerlappen schwingen und lamentieren, dass alles teuer sei.

Den Kunden in Watte einwickeln nützt nichts. Das gilt auch – oder besonders – für die Beratung. Die Wahrheit muss mindestens drin sein, wenn Kunde und Berater sich auf Augenhöhe begegnen.