Tag 78 im Jahr 2017

Das 365-Tage-Abenteuer

Wie schnell vergeht die Zeit. Kennen Sie das: Sie wollen etwas verändern in Ihrem Leben. Der Anfang ist gut und schnell (quick and dirty) und irgendwann fallen Sie wieder in Ihre alten Muster zurück. So ist es mir in den letzten Wochen auch gegangen. Die anfänglichen Pläne sind nicht 1 zu 1 umgesetzt worden und auf einmal war ich wieder am Anfang.

Zeit, dass sich das ändert.

Die letzten Tage habe ich für die Neuausrichtung verwendet, Ballast abgeworfen und für die übrigen Tage des 365-Tage-Abenteuers eine Strategie entwickelt. Routinen entwickeln, die zur Strategie passen. Rituale einführen, die einfach schneller umgesetzt werden und damit grundsätzlich bessere Ergebnisse erzielen.

Welche Themen sind aktuell?

Automatisierung, Digitalisierung und Kryptoinvestment (sprich Blockchain und smart contracts) sind aktuelle Themen, die mich beschäftigen. Zum einen ist die Inflation mit über 2,2% recht hoch, dass ich mir Gedanken über Alternativen gemacht habe, zum anderen steht ein großes Thema vor der Tür, das nur mit einem gewissen Digitalisierungsgrad zu stemmen ist – die Umstellung der DIN EN ISO 9001 auf die aktuelle Revision 2015.

Fazit für heute

Wir stecken als Selbständige, Unternehmer immer mehr in einem Dilemma. Wir sind als Person nicht duplizierbar, einmalig. Aber unser Tag hat auch nur 24 Stunden. Zeit, sich um Alternativen zu kümmern.

 

DIN EN ISO 9001 – „Entwicklung haben Sie immer, oder?“

Dies ist ein weiteres Highlight, das durch die Umstellung der Norm kursiert. Einige Auditoren und Berater meinen, man könne Entwicklung nicht mehr ausschließen. Ob das stimmt?

Ausschlüsse gibt es nicht mehr

Den Ausschluss gibt es nicht mehr. Vielmehr bezeichnen Sie im Geltungsbereich die Themen, die im Sinne der Norm nicht anwendbar sind (was auf den ersten Blick das Gleiche zu sein scheint). Schauen wir auf die Entwicklung (Kapitel 8.3), dann können wir diese durchaus als nicht-anwendbar bezeichnen. Es kommt aber auf den konkreten Fall und die Begründung an. Einfach zu schreiben „Wir betrachten die Entwicklung (8.3) als nicht anwendbar, weil wir keine Entwicklung im Sinne der Norm betreiben.“ ist da etwas dünn.

Wann kann ich die Entwicklung also als nicht-anwendbar definieren?

Dazu sind meines Erachtens drei Voraussetzungen erforderlich. Erstens: Sie betreiben keine Entwicklung oder ähnliches. Zweitens: Die Nichtanwendbarkeit ist begründet und drittens: diese beeinträchtigt die Qualität Ihrer Leistung nicht negativ. Was heißt das konkret?

Beispiele

Machen wir es konkret. Einem Ingenieurbüro oder einem Architekten wird es schwer fallen, wenn nicht sogar unmöglich sein, die Entwicklung als nicht-anwendbar darzustellen. Wie sieht es aber mit einem Produzenten aus, der eine Konstruktionsabteilung hat? Ist Konstruktion gleich immer Entwicklung?

Die Sache mit der Konstruktion

Konstruktion kann Entwicklung sein, muss es aber nicht. Soweit eine Antwort, mit der niemand etwas anfangen kann. Wollen Sie meine Meinung dazu hören? Ok, gibt Ihnen Ihr Kunde alles vor und greifen Sie größtenteils auf Standardkomponenten zurück, dann können Sie die Entwicklung als nicht anwendbar begründen. Eben genau mit diesen Argumenten: alles ist vorgegeben, Standard und existiert bereits.

Anderes Beispiel: Sie sind Maschinenbauer und erhalten detaillierte Zeichnungen und Vorgaben vom Kunden oder Dienstleister (Zeichnungs- oder Entwicklungsbüro) – Sie haben keine Entwicklung im eigenen Haus, müssen aber die Schnittpunkte zu den externen Dienstleistern sauber abbilden.

Sie haben eine Idee. Ihr Kunde fragt nur ganz vage an und Sie setzen sich hin und finden eine Lösung für ihn – ist Entwicklung.

Welche Auswirkung hat das für Sie?

Wenn Sie bereits die Kapitel 7.3 (2008) bzw. 8.3 (2015) erfüllt und abgebildet haben, natürlich nichts. Beide Kapitel sind weitestgehend deckungsgleich geblieben. Also: Eingaben für die Entwicklung, Prototyp, Verifizierung, Validierung etc. wird gefordert. Wenn Sie bisher um die Entwicklung „herum gekommen“ sind, prüfen Sie, ob Sie jetzt die Entwicklung aufnehmen müssen (fragen Sie mich gern). Rechnen Sie auch damit, dass Sie mit einem erhöhten Auditaufwand rechnen müssen und damit auch mit höheren Kosten.

Denken Sie vorher daran…

Lassen Sie es nicht darauf ankommen. Klären Sie vor dem Audit die Frage nach der Entwicklung in Ihrem Unternehmen und dies rechtzeitig. Unterschätzen Sie den Aufwand nicht, wenn Sie feststellen, dass Sie jetzt die Entwicklung beschreiben müssen. Und lassen Sie sich unterstützen, denn damit sparen Sie sich unter Umständen eine Menge unnötiger Arbeit.

Melden Sie sich an

Auf dieser Internetseite können Sie sich anmelden und erhalten dort die Quick-Checkliste mit 7 Fragen und regelmäßig Infos zur rechtzeitigen Umstellung. Hier geht es zu der Seite => Umstellung auf DIN EN ISO 9001:2015

DIN EN ISO 9001:2015 – Risiko! – aber Chancen nicht vergessen

„Wir sind jetzt gezwungen ein total umfangreiches und kompliziertes Risikomanagment einzurichten!“ so oder so ähnlich klingt es, wenn Unternehmer über das Thema „Risiken und Chancen“ in der neuen DIN EN ISO 9001:2015 sprechen. Die Wahrheit ist: brauchen Sie nicht. Doch bevor Sie sich jetzt entspannt zurücklehnen und nicht weiterlesen, verspreche ich Ihnen, dass Sie nach dem Lesen dieses Beitrages etwas besser „durchblicken“.

Risiko?! das ist aber völlig neu

Viele schrecken bei dem Thema erst einmal zusammen. Dabei ist es überhaupt nicht neu. Schon gar nicht, wenn Sie bereits ein QM-System nach DIN EN ISO 9001:2008 führen. An vielen Stellen der überarbeiteten Fassung der Norm stelle ich fest, dass es nichts Neues ist. Aber die normgestaltende Stelle – der Herausgeber der Norm, wenn Sie so wollen – möchte einige Aspekte deutlicher hervorheben, damit diese besser verstanden und umgesetzt werden.

Wo kommt Risiko denn überall vor?

Ohne die Normkapitel zu reiten, ist es etwas schwierig, aber ich versuche es trotzdem. Die Begriffe Risiken und Chancen treffen wir an vielen Stellen.

Interessierte Parteien

Bei den Interessierten Parteien entstehen Risiken und Chancen aufgrund der individuellen Erwartungen und Anforderungen. Wenn ein Kunde beispielsweise eine Top-Beratung erwartet und in ein Geschäft geht, sich beraten lässt und dann im Internet bestellt, dann ist das zwar ärgerlich, aber im Sinne der Norm ein vorhersehbares Risiko. Die Frage ist nur: Wie beuge ich dem vor? (ich könnte zum Beispiel die Beratungstiefe und den -umfang definieren).

Oder wenn Sie Ihre Steuerangelegenheiten nicht einwandfrei regeln, dann wird Ihnen irgendwann das Finanzamt ins Haus rücken und Sie bekommen Probleme (Anforderung Finanzamt = korrekte Buchhaltung, Risiko = Nachzahlungen, Störungen im Betriebsablauf durch umfangreiche Prüfungen).

Wenn Ihre Lieferanten auf pünktliche Zahlung Wert legen (und das tun die meisten), dann ist das eine Erwartung, die sich indirekt auf die Bereitschaft auswirkt, Sie bei Engpässen schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Wollen Sie also Partner, die mit Ihnen zusammen am Erfolg Ihres Unternehmens aktiv mitwirken, macht es durchaus Sinn, Rechnungen nicht zu sehr zu strecken.

Apropos Lieferanten: nicht nur aus der Anforderung der Interessierten Partei ergeben sich Chancen und Risiken, sondern auch allein dadurch, dass Sie sich anschauen, wie bin ich mit meinen Lieferanten aufgestellt (Gibt es beispielsweise Dienstleistungen oder Produktgruppen, bei denen ich von einem Großlieferanten abhängig bin?) und wie sind meine Zulieferer aufgestellt (wirtschaftlich sicher?).

Diese Aspekte schauen wir uns in der Beratung zur Umstellung auf die Norm gemeinsam genau an, um individuell die Risiken und Chancen zu identifizieren, die Sie genau betreffen.

Kontext der Organisation

Aus dem Kontext der Organisation ergeben sich auch Risiken und Chancen. Ist Ihr Unternehmen sehr technikorientiert, dann ist der technische Wandel ein Kriterium, das Sie bei Ihrer Risikobetrachtung berücksichtigen sollten. Vielleicht gibt es auf Ihrem Markt einige wenige Mitbewerber (Oligopol). Dann schadet es nicht, sich mit den Stärken und Schwächen dieser auseinander zu setzen und die sich daraus ergebenden Risiken und Chancen einmal zu definieren.

Prozesse

Ich behaupte, dass in fast jedem Prozess ein Risiko und eine Chance steckt. Macht es also Sinn alle Prozesse danach zu durchforsten, wo und an welcher Stelle sich diese finden? Welche Nachricht wollen Sie zuerst lesen? Die gute oder die schlechte?

Ok, nehmen wir zuerst die unangenehme Nachricht. Ja, es macht Sinn sich alle Prozesse anzuschauen. Und wenn Sie bisher ein Handbuch hatten, dass normerfüllend im Regal stand und Ihre Unternehmenspraxis gar nicht mehr abbildet, dann nutzen Sie die Chance der Normumstellung für eine Überarbeitung.

Die gute Nachricht kommt jetzt. Es gibt Wege, wie Sie sich grundsätzlich die Arbeit erleichtern können. Wie das genau funktioniert, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Einige Hinweise dazu werden Ihnen helfen, das Thema im richtigen Licht zu betrachten.

Chancen nicht vergessen

Das waren ein paar Hauptaspekte. Ist es Ihnen aufgefallen? Wir haben hauptsächlich die Risiken in den Beispielen betrachtet. Ich stelle immer wieder fest, dass es einfach zu sein scheint, Risiken zu benennen und viel schwerer Chancen zu bezeichnen. In der Beratung lenke ich den Blick sehr konkret auf dieses Thema und es gibt Werkzeuge, mit denen Sie einfach auf die Chancen hingeführt werden.

Nehmen wir eins der vorangegangenen Beispiele, die Kunden. Mit guter, sehr guter Beratung bauen Sie natürlich Kundenbindung auf. Dies geschickt im Verkaufsprozess eingebunden, führt dazu, dass der Kunde eine höhere Hürde zu überwinden hat, um woanders zu kaufen.

Jede Medaille hat zwei Seiten. Deshalb vergessen Sie bei der Betrachtung die Chancen auf gar keinen Fall und lassen Sie sich vielleicht dabei unterstützen.

Wie gehe ich am besten vor?

Jetzt stichwortartig die Vorgehensweise. Wenn Sie Fragen dazu haben, schreiben Sie mir gern.

  1. Risiken und Chancen identifizieren (Interessierte Parteien, Kontext der Organisation, Prozesse u. a.)
  2. Eingriffsgrenzen festlegen (Wann ein Risiko verhindern? Wann eine Chance ergreifen?)
  3. Bewertung der Risiken und Chancen durchführen (FMEA oder eine „abgespeckte“ Version davon)
  4. gemäß der Eingriffsgrenzen Maßnahmen definieren, um das Risiko zu minimieren bzw. die Chance zu nutzen
  5. Abschätzung der voraussichtlichen Verbesserung (Risiko/Chancen-Neubewertung durchführen)
  6. Maßnahmen umsetzen und dokumentieren.

Tabellen, Tools und Ideen

Mein Tipp: gehen Sie einfach daran. Wenn etwas einfach nicht funktioniert, funktioniert es oft einfach nicht. Meine Kunden schätzen die teilweise recht simplen Lösungen, die Sie von mir nutzen. Excel, Word und bestenfalls Visio sind ausreichend.

Wenn Sie mit Ihrem QM-System einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung gehen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Dokumentation mit einer Prozessmodellierungs-Software abzubilden. Dazu haben wir im Kollegenkreis eine Software im Einsatz, die absolut in die KMU-Landschaft passt und ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bringt.

Wenn Sie auch die anderen Themen interessieren, dann besuchen Sie gern die folgende Seite (einfach anklicken=>)

DIN EN ISO 9001:2015 – die fünf größten Lügen zur Umstellung und ein kostenloser 7-Fragen-Quick-Check

 

ca. 25.000 ISO 9001-Zertifikate in Gefahr?!

In Deutschland werden derzeit laut ISO (International Organization for Standardization) fast 53.000 Zertifikate nach DIN EN ISO 9001 geführt. Einige sind bereits seit letztem Jahr nach dem neuen Standard 9001:2015 ausgestellt worden. Noch immer scheut sich eine relativ große Anzahl von Unternehmen die Umstellung von der DIN EN ISO 9001:2008 auf die DIN EN ISO 9001:2015 vorzunehmen. Warum?

Die Gründe sind vielfältig. Es haben sich im Vorfeld der Umstellung ein Wildwuchs an Halbwahrheiten und daraus resultierende Unsicherheiten breit gemacht. Unternehmer fürchten den ungeheuren Mehraufwand, Berater sind teilweise noch immer nicht auf die Anforderungen vorbereitet und über alle Branchen wird geschoben, solange es geht. Doch wie lang geht es denn noch?

Im September 2018 ist Schluss. Dann verlieren alle DIN EN ISO 9001:2008-Zertifikate ihre Gültigkeit. Sie haben also noch Zeit. Ist das aber wirklich so?

Wie bei jeder Umstellung wartet eine große Anzahl von Unternehmen „bis zum letztmöglichen Zeitpunkt“. Hierdurch werden sich auf Seiten der Berater, der Zertifizierungsgesellschaften und der Auditoren Engpässe ergeben. Darunter leidet die Qualität und man läuft Gefahr, das Verfahren nicht mehr zeitgerecht abzuschließen – mit allen Konsequenzen.

Wenn Sie Ihr nächstes Audit nach September 2017 haben, verkürzt sich der letzte Zyklus, da Sie auf jeden Fall im September 2018 die Umstellung abgeschlossen haben müssen. Mehrkosten, die nicht sein müssen, entstehen.

Bereits seit November 2016 haben die ersten meiner Kunden Qualitätsmanagement-Systeme nach DIN EN ISO 9001:2015 mit meiner Unterstützung erfolgreich eingeführt. Wie finden Sie jetzt den richtigen Zeitpunkt umzustellen?

Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Aber es gibt eine bewährte Vorgehensweise. Mit der richtigen Planung und einfachen Werkzeugen werden Themen wie Kontext der Organisation, interessierte Parteien, Risiken und Chancen und Wissensmanagement leicht in ihr vorhandenes Qualitätsmanagement-System eingefügt.

Der Aufwand ist überschaubar, wenn Sie wissen wie es geht. Wenn Sie sich mit dem Gedanken anfreunden, bereits in diesem Jahr ein Qualitätsmanagement-System nach der neuen Revision DIN EN ISO 9001:2015 zu führen, dann holen Sie sich zum Beispiel die „Mini-Checkliste mit 7 Fragen“ zu dem Thema.

Auf dieser Seite können Sie Informationen anfordern:

Umstellung jetzt oder bald! (einfach anklicken)

Umstellung DIN EN ISO 9001

DIN EN ISO 9001:2015 – was sind eigentlich interessierte Parteien?!

Interessierte Parteien. Was soll das sein? Und wer gehört dazu? Ist das etwas völlig Neues? Nein. Ein paar der interessierten Parteien kennen Sie – eigentlich alle. Und Sie werden sich bei der folgenden Abhandlung mehrfach mit der flachen Hand vor die Stirn schlagen (für die folgenden Kopfschmerzen entschuldige ich mich jetzt schon).

Teilen wir doch erst einmal die interessierten Parteien ein – z.B. in interne und externe. Zu den internen zählen wir die Mitarbeiter, die Führungskräfte, das Management und die oberste Leitung.

Die externen interessierten Parteien sind umfangreicher. Dazu gehören zum Beispiel

  • Banken und Versicherungen
  • Lieferanten und Dienstleister
  • Behörden, z.B. das Finanzamt, das Gewerbeamt und andere
  • Berufsgenossenschaft
  • Kunden

Vielleicht fallen Ihnen selbst auch welche ein, die in Ihrer Branche typisch sind. Warum will aber der Normgeber, dass Sie sich Gedanken über diese Parteien machen? Reichen Kunden und Lieferanten nicht aus? Und wieso könnte sogar Ihr Nachbar eine interessierte Partei sein, die Sie berücksichtigen sollten?

Gehen wir einmal davon aus, dass jede dieser Parteien ein unterschiedliches Interesse an Ihnen hat. Kunden möchten professionelle Beratung und Top-Produkte, einen guten Service und freundliche Mitarbeiter. Der Lieferant möchte pünktlich bezahlt werden, eine eindeutige Bestellung von Ihnen und das Finanzamt wünscht sich, dass Sie Ihre Zahlen ordnungsgemäß und vollständig abliefern, während die Berufsgenossenschaft möchte, dass Sie die Beiträge pünktlich zahlen und Ihre Mitarbeiterzahl korrekt melden. Banken wollen, dass Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen, viel Geld auf dem Konto haben und trotzdem einen Kredit führen (so verdienen sie am meisten).

Neben der Frage, ob es sich hierbei um berechtigte oder unberechtigte Anforderungen handelt, können wir festhalten: jede Forderung zieht ein Risiko und eventuell eine Chance nach sich. In jeder Forderung steckt also erst einmal Potenzial. Ein einfaches Beispiel mag das verdeutlichen.

Kunden wünschen sich professionelle Beratung. Trotzdem gibt es Kunden im Einzelhandel, die dann den Laden verlassen und im Internet billiger bestellen. Den Geschäftsinhaber mag dies ärgern, aus Sicht der Norm ist dies ein völlig emotionsloser Vorgang.

Die Anforderung der interessierten Partei Kunde ist professionelle Beratung. Die Chance, die darin steckt, ist, dass die Kundenbindung verstärkt wird und der Kauf im Laden durchgeführt wird. Das Risiko, das darin steckt, ist, dass der Kunde das Know-How des Verkäufers abgreift und mit diesem neu hinzugewonnen Wissen im Internet billiger kauft (und damit die online-Konkurrenz stärkt).

Macht es also Sinn, sich verstärkt über solche Zusammenhänge Gedanken zu machen? Ich meine ja. Vieles wird Ihnen dabei selbstverständlich vorkommen. Aber vielleicht auch nicht alles. Bleibt noch die Frage, wie Ihr Nachbar zu einer interessierten Partei werden kann.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Lackiererei, einen holzverarbeitenden Betrieb oder eine Stahlschmiede. Zwangsläufig produzieren Sie Emissionen z.B. in Form von Lärm, Abgasen oder Stäuben. Wenn Sie sich nicht hinreichend in der Vergangenheit mit diesem Thema befasst haben, wird Sie Ihr Nachbar schon irgendwann darauf hinweisen (z.B. durch die Umweltbehörden), dass er ein Interesse an Ihnen hat (wenn sich das eben auch positiver anhört als es tatsächlich ist).

Wie stellen Sie jetzt dies möglichst einfach dar? Nun, dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und es würde zu weit führen, diese hier komplett darzustellen. Ich denke, dass jeder, der mit MS Office umgehen kann, dies innerhalb von einigen wenigen Stunden umgesetzt hat.

Viel Erfolg.

Infos auch über Umstellung auf DIN EN ISO 9001:2015 (hier klicken) – lesen Sie von den fünf häufigsten Irrtümern, wenn es um die Umstellung geht!

www.stefan.bösebeck.de

 

Die Sache mit dem fliegenden Schwein.

Menschen sind komisch. Am Ende des Kalenderjahres ziehen sie Fazit. Sie schauen zurück. „Gut, dass es vorbei ist“, denken die, den es schlecht ergangen ist. „Ein geiles Jahr, klasse“ die anderen. Verrückt, denn ändert sich irgendetwas, nur weil das Datum von 31.12. auf 01.01. umspringt?

Du nimmst Dein Päckchen mit, wenn Du nichts änderst. Das hat sich herumgesprochen. So sind die Vorsätze entstanden. Und am ersten Tag des neuen Jahres stehen sie auch schon in den Startlöchern, um uns genau dort abzuholen: Fitness-Studios, Weight Watchers und andere Abnehmprogramm-Anbieter sind die ersten. Es ist eine Tatsache, dass Vorsätze, die zu Silvester geschlossen wurden, am häufigsten gebrochen werden.

Ich selbst habe mir auch einiges für 2017 vorgenommen – bereits vor Silvester, um die Chance zu erhöhen, es in 365 Tagen durchzuziehen. Es sind nicht nur berufliche, finanzielle Ziele, sondern es sind Ziele aus allen wichtigen Bereichen darunter – finanziell, beruflich, Freunde & Familie, Liebe, persönliches Wachstum, Spaß & Erholung und physischer Umgebung. Welche Ziele das sind? *pssst* – privat. Aber ich erkläre, was das Ganze mit dem fliegenden Schwein auf sich hat.

Irgendwo habe ich im Internet diese Idee aufgeschnappt und direkt in die Tat umgesetzt. Es geht um dieses Schwein.

Wer jetzt meint, dass es sich um ein Sparschwein handelt, liegt richtig. Wer meint, dass ich mir vorgenommen habe sparsamer zu sein, liegt falsch. Dieses Schwein wird mit guten, positiven Erlebnissen gefüttert. Jedes Mal, wenn wir etwas Schönes erleben, wenn sich etwas Positives ereignet hat, stecken wir eine Notiz ins Schwein. Am Ende des Jahres brauchen wir zum Glück das Schwein nicht schlachten, denn auf der Unterseite befindet sich eine  Öffnung, durch die wir die Zettel entnehmen können, ohne das Tierchen zerstören zu müssen.

Ich habe einen Plan. Und habe mich entschieden, grundsätzlich mein Leben positiv zu verändern. In den Bereichen

  • finanzielles
  • berufliches
  • Freunde & Familie
  • Liebe
  • persönliches Wachstum
  • Spaß & Erholung und
  • physische Umgebung

In diesem Jahr werde ich alle positiven Ereignisse sammeln und am Ende des Jahres sehen, wie weit ich gekommen bin. Von dieser ganz persönlichen 365-Day-Reise handelt dieser Blog. Und vielleicht hat der eine oder andere auch Lust mitzumachen.

Dafür gibt es eine eigene facebook-Gruppe 365-days-adventure. Die Gruppe ist öffentlich und jeder kann dort ein Teil werden. Einfach einsteigen und ins Abenteuer 365 Tage wagen oder lassen. Eines ist sicher: am 31.12. des Jahres wirst Du wieder das Jahr abrechnen. Wäre es nicht schön, wenn Du am Schluss des Jahres Dein eigenes Schwein mit vielen hundert positiven und glücklichen Ereignissen öffnest? Kauf Dir ein Schwein.

Damit startet dann das Jahr nach dem neuen Jahr gleich viel besser.

facebook-Gruppe „365-days-adventure“ (einfach anklicken und beitreten). Ich freue mich auf Dich.

Hier ist mal eine stylische Alternative:

 

 

Gut abgeschnitten?

Pünktlich zum Jahreswechsel kommen die Jahresrückblicke. Jeder meint nicht nur zurückschauen zu müssen, sondern viele können es sich nicht verkneifen, ihre Gedanken für sich zu behalten. Dabei wird selbstverständlich peinlichst darauf geachtet niemandem weh zu tun, politisch korrekt zu bleiben und im Abgang noch einen guten Auftritt hinzulegen.

Vorab: dieser Beitrag ist nicht so ein Rückblick. Aber auch keine weichgespülte Abrechnung. Das Gejammere, das Jahr sei so schlecht gewesen und es wäre jetzt wunderbar, dass es vorbei sei, ist doch nur ein kopfkalendarisches Problem. Oder glaubt wirklich jemand, dass der 31.12. eine natürliche Datumsgrenze ist, nach der alles anders läuft als zuvor?

Genau deshalb klappt es ja mit den guten Vorsätzen auch so gut. Weil man eben nicht die innere Uhr wieder auf Null dreht und den ganzen verquierlten Quatsch mit ins nächste Jahr schleppt. Trotzdem wage ich ein Fazit aus diesem Jahr und Frage deshalb mich selbst: Hast Du in diesem Jahr gut abgeschnitten?

Das Jahr war gut. Die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind, habe ich größtenteils mir selbst zu zuschreiben. Der Rest geht mit dem Jahreswechsel im Kellergeister unter und taucht im nächsten Jahr nicht mehr auf. Das gilt  für Menschen, die es sich nicht haben nehmen lassen mir im vergangenen Jahr zu zeigen, was für ein hilfsbereiter, offener Trottel ich bin und für Menschen, die mir einfach so richtig auf den Sack gehen, wenn ich nur ihren Namen höre oder an Sie denke.

Man sagt, dass es einem in den Ohren klingelt, wenn jemand ganz entfernt an einen denkt. Diese Leute müssten einen Dauertinitus wie das Glockengeläut aus dem Kölner Dom hören, wenn ich an sie denke. Wie gesagt: größtenteils selbst verschuldet und deshalb verschmerzbar. Und die schönen Dinge?

Die überwiegen natürlich, sonst wäre ich schon längst ausgewandert, hätte mir eine Hängematte in der Karibik aufgehängt und mich mit einem Strohhut und einem Grashalm im Mund vom Acker gemacht. Was war denn jetzt genau positiv?

Freunde gewonnen. Ja, echte Freunde. Nicht  so ein virtueller Kram. Und dabei auch ein wenig die Trennung zwischen Privat und Geschäft verloren – hurra! Was gibt es Besseres, als mit Freunden gemeinsam etwas aufbauen, Ideen und Visionen zu leben? Geteilte Freud ist eben doppelte Freud.

Kunden gewonnen. Das trifft es nicht ganz. Kunden gewinnt man nicht wie auf dem Rummel an der Losbude. Da muss man schon mehr leisten. Seit 2011 mache ich keine Kaltakquise. Die, die davon leben, warnen davor es nicht zu tun. Trotzdem wollte ich nie wieder Geld in einer Kaltakquiseaktion versenken und nie jemanden damit belästigen, dass ich ihm meine ach so tolle Leistung an die Backe quatsche.

Meine ganz persönliche Lösung: Empfehlungsmarketing. Und das betreibe ich bis das Blut vom Konto spritzt, weil am Ende des Geldes noch soviel  Monat übrig bleibt (zugegeben: schon lang nicht mehr so krass wie im ersten Jahr der Selbständigkeit).

Die Weichen gestellt für 2017 – und zwar ganz hart. Wir fangen direkt im Januar an mit dem UhU-Netzwerk. Auch dazu sagen die meisten: „Kostenlos? Das haben wir schon durch. Das funktioniert nicht.“ Die Frage ist doch: Was soll da nicht funktionieren? Fakt ist eines: es kostet immer etwas – manchmal Geld, manchmal Geld und Zeit und manchmal nur Zeit.

Bei UhU kostet es eben nur Zeit. Und da die besonders kostbar ist bei Unternehmern, sind wir das teuerste Netzwerk der Welt. Im Ernst: wer glaubt, dass wir ein sozialistisches Netzwerk aufmachen nach dem Modell einer Kommune, irrt gewaltig. Es geht um schnöden Kapitalismus, ums Geld verdienen, zusätzlichen Umsatz und mehr Geschäfte (nur, dass man bei UhU kein Golf spielen können muss).

Fazit: 2016 leider geil. Aussicht auf 2017: geiler. Ich wünschte jeder von den verquetschten Trauertrauben wäre nicht sauer über das vergangene Jahr. Mein Tipp: Lasst Euch nicht zu fest drücken. Und für alle bekennenden Fleischesser unter Euch:

Es ist doch wichtig, dass man insgesamt gut abgeschnitten hat und nicht das Würstchen ist, oder?

Digitalisierung in der Beratung

Schreckgespenst oder rosige Zukunft? Die einen sagen so, die anderen so. Fakt ist, dass die Digitalisierung kommen wird – mit oder ohne unser Zutun. Was heißt das aber im Einzelnen? Müssen wir auf jede Sau aufspringen, die durchs Dorf getrieben wird oder können wir uns wehren?

Kurz und knapp: Wer heute das Thema Digitalisierung an sich vorbeiziehen lässt, wird in zwei, drei oder fünf Jahren eben neben dem Spielfeld stehen und nicht mehr im Spiel sein – so meine düstere Prognose. Und davon bleiben wir in der Beratung auch nicht verschont, liebe Kolleginnen und Kollegen. Was wird sich also ändern?

Zum einen werden sich die Anforderungen der Kunden ändern – nichts Neues. Sie werden immer häufiger die Frage stellen, ob die klassische Vorgehensweise noch „up to date“ ist und ob es nicht bessere, einfachere und letztendlich effektivere Wege gibt, um zu beraten. Welche Möglichkeiten gibt es also für uns als Berater/innen?

digitization-1755812_1920Ich selbst bin diesen Weg schon vor ca. 3 Jahren gegangen. Ich habe zusätzlich zu meiner persönlichen Beratung vor Ort, online-Beratungen durchgeführt und diese bis heute zu einem professionellen Instrument ausgebaut. Die Entwicklung steht auch hier nicht still. Digitalisierung geht viel weiter.

In den kommenden Jahren wird es weitere digitalisierte Leistungen geben, die von Kunden einfach und schnell abzurufen sind. So biete ich Kunden die Möglichkeit der cloudbasierten Projektdatenspeicherung auf Serverlandschaften in Deutschland und damit weltweiten Zugriff auf alle möglichen Inhalte. Schulungen, Trainings werden in digitaler Form angeboten und können jederzeit ortsunabhängig wahrgenommen werden.

Wenn Sie Detailinformationen zu den Möglichkeiten der Digitalisierung in der Beratung wünschen, dann nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf. Senden Sie mir Ihr Feedback über den Feedbackbutton auf der rechten Seite der Webseite oder rufen Sie mich an.